Diese Rasse stammt aus Schweden, daher liegt die Betonung auch auf dem Y also Lunkarya (kleines Schaf).

Seit ca.30 Jahren wurden sie dort gezüchtet und leider auch oft mit anderen Lockenträgern gemischt, so daß sie schon fast nicht mehr rein anzutreffen waren. Iris Langstädtler wurde auf sie aufmerksam, als sie eigentlich ganz andere Tiere suchte und sah sofort, daß sie hier was Besonderes vor sich hatte. Seitdem wurden nun schon viele Tiere nach Deutschland gebracht und vermehrt, mehr oder weniger reinerbig, denn so wie es scheint, heftet sich das AT- Lockengen gerne an das Lunkarya Gen an.

Ich lege sehr viel Wert auf die Festigung der wunderschönen, bei uns relativ neuen Rasse, Lunkarya. 

Sie sind als erwachsene Tiere eine sehr fellstarke aber pflegeleichte Rasse. Dadurch, daß ihr Fell harsch wird, schleifen sie keine Schleppen über den Boden und haben aus diesem Grunde praktisch keinerlei Verfilzungen im Fell. Man kann sie nach Herzenslust kämmen und bürsten, die federelastischen Locken machen alles mit und liegen anschließend wieder "toll in Form"

Mit meiner Zucht möchte ich die Lunkaryas erhalten und verbessern und nicht durch das Einkreuzen von Alpakas, Merinos, Mohairs, Texeln oder ähnlichem, (auch keine Trägertiere dieser Lockengene) dieses wertvolle Gen verpanschen.

CURLYS

sind Lunkaryas mit kürzerem Fell. Auch sie zeigen die beiden Peruanerwirbel am Po und sind somit gemeinsam mit Peruanern die einzigen Rassen die in der Lunkarya-Zucht toleriert werden können. Voraussetzung ist jedoch daß sie AT-Trägerfrei sind.

Curlys sind die "Kurzhaarvariante" der Lunkaryas. Das kann man zur Not machen, wenn man andere Farben erhalten möchte, aber dadurch leidet die Haarlänge, die erst nach mehreren Generationen wieder richtig lang wird.

Die Bezeichnung Minipli stammt nicht von mir. Iris Langstädter www.lunkarya.de nennt Lunkaryas mit sichtbarer Alpaka-Abstammung so. Lockentiere haben jedoch bei der reinen Lunkarya-Zucht nichts zu suchen, denn das Lockengen verfälscht die schönen Lunkaryas und wir sollten bestrebt sein, reinrassige Tiere zu züchten.
Leider ist das Alpaka Gen den Träger-Tieren nicht anzusehen, (ebenso wie das CH-Teddy) und so, wenn sie hinten aus dem Stammbaum gefallen sind, nicht mehr zu sehen.
Wenn aber dann 2 Alpaka-Träger zusammenkommen und das kann noch nach 10 Generationen sein, dann fallen eben auch Alpakas. Die meisten Lunkys die hier erhältlich sind, stammen halb aus Peruaner und bei denen wurden ja immer wieder Alpakas mit reingezüchtet.
Daher sind sehr viele unserer Lunkys auch Alpakaträger, was jedoch vermieden werden sollte.
 

Meine ersten Lunkarya Jungtiere (Primus und Tiffany) entpuppten sich als Miniplis. Ihre Eltern waren wohl beide AT-Träger, was jedoch keiner wissen konnte, denn in den Papieren stand es nicht mehr drin. 

 Sie zogen zu Iris Langstädtler um, die mit Hilfe dieser Tiere die Vermischung des Lunkarya-Gens mit Kraushaarfaktoren nachweisen wollte. Vielleicht entsteht ja dadurch irgendwann eine neue Rasse ??? Aber vorläufig sollte es wohl das Ziel aller Lunkarya Züchter sein, reine Lunkaryas, mit großen, harschen, stehenden Locken zu züchten 

Lunkaryas unterliegen mehreren Haarwechseln ähnlich den Rexen. Ob sich ein Tier wie erwünscht entwickelt, ist erst mit einigen Monaten ersichtlich.

Das war Bonito  von Blackfamily Ranch 

er wurde zu einer netten Dame im Allgäu als Liebhabertier abgegeben.

 

Primus

 

1. bei mir geborerer Minipli

Tiffany

 

 seine Schwester aus dem folgenden Wurf. (Sie hatte noch eine schwarz/weiße Sheltie Schwester)

 Daher ist der Primus, (hier Publikumsliebling in Kaufbeuren) so schön er auch ist, nicht zur Lunkaryazucht zu gebrauchen. Ebenso wie seine Schwester Tiffany
Esmeralda   unsere erste "richtige" Lunky.

Leider verstarb sie mit 6 Monaten in der Trächtigkeit. Sie war sehr schön harsch. Auch hier war Bonito der Vater, Twiggy die Mutter

Seit Dezember 06 lebten nun 2 reinerbige "Knopfaugen" von Iris Langstädtler bei mir,  

 Braveheart  (hier recht abgefressen)

 Nebraska  ganz  "Papa Braveheart" (fast noch schönere Locken) ist ein reinerbiger Nachkomme und ist ganz toll !!! Auch er lebt nun mit Leander im Frankenland und sorgt dort für schönen Nachwuchs
Leander   auch Knopfauge, von ihm habe ich einige sehr schöne Lunkarya Töchter, die nun in ihm bei uns weiterleben auch wenn er mittlerweile seinen Wirkungskreis ins schöne Frankenländle verlegt hat.
 
 
 
Ich hoffe, gewisse andere Lunkyzüchter wollen mich nicht gleich wieder steinigen, denn bei vielen ist dies wohl nicht bekannt, oder sie wollen es nicht wahrhaben...
Wäre schade um eine so schöne Rasse !!!
Ich möchte reine Lunkaryas züchten, deshalb werden ich mir in der nächsten Zeit keinerlei Zuchttiere kaufen. 

Aber wir haben ja Zeit und ein Zuchtziel zu verfolgen heißt nicht:

"gleich perfekte Tiere einkaufen"  

sondern 

"Träume verwirklichen"

DIE GESCHICHTE:
Das Lunkarya trat in Schweden das erste Mal auf und wird dort seit 1986 in kleinem Rahmengezüchtet. Monica und Annika Lundqvist, Schwestern und Besitzer eines kleinen Zooladens
in Stockholm, hatten diese neue Fellart entdeckt als ihnen ein Meerschweinchenwurf zum Kauf angeboten wurde. Eines der Jungtiere war ein langhaariges Lockentier.
Die Eltern waren abernormale Rosetten mit der für Rosetten bekannten Felllänge und natürlich nicht lockig. Sie
verpaarten ihn mit Peruanern und erhielten gleich in der ersten Generation Lockentiere.
Durch häufige Wiederholung kann man feststellen, dass bei Verpaarungen mit einem Glatthaartier immer wieder gleich in der ersten Generation Lockentiere fallen und das mit unglaublichen Locken! So züchteten sie immer weiter und gewannen dadurch die Sicherheit,
dass es sich um ein dominantes Gen handelte. Außerdem bemerkten sie auch, das durch viele Glatthaar-Verpaarungen das Fell weicher wurde. Da der ursprüngliche, harsche Charakter in jedem Fall erhalten bleiben sollte, vermieden sie von nun an derartige Verpaarungen. 
Ableitung des Namens der Rasse "Lunkarya" - Lunka von Lundqvist ab,  -Rya bedeutet Schaf
In den deutschsprachigen Raum wurden die Lunkaryas von Carmen und Iris Langstädtler gebracht. Sie stellten sich über einen langen Zeitraum in Schweden den Grundstock für Ihre Zuchtgruppen zusammen und im März 2004 war es dann soweit. Sie holten sich ihre "Schätze" selbst in Schweden ab und gründeten so ihre Lunkaryazucht in Bremen, die gleichzeitig als Maß für besonders schöne und typvolle Lunkys angesehen wird.
        
DAS LUNKARYA:
Ein richtig gutes Lunkarya erkennt man am besten direkt nach der Geburt. Es hat gleich nach der Geburt richtig harte Locken! Nach ein paar Tagen werden die Haare weicher. Bei einigen sehr guten Lunkaryas brechen die Haare nach kurzer Zeit im Gesicht, um die Augen und um die Schnute ab manche bekommen sogar einen ziemlich kahlen Kopf, weil die Haare so harsch sind, das ist ein gutes Zeichen. Das Phänomen beschränkt sich ausschließlich auf die Zeit, in der die Lunkaryas gesäugt werden und wächst natürlich sofort wieder nach, wenn die Säugezeit vorbei ist.
Die harsche Fellstruktur verliert sich danach erst einmal und sie bekommen weiche Babylöckchen, die sich langsam zu dickem Schaffell entwickeln. Mit zunehmendem Alter, ca. ab dem 3. Lebensmonat, wird das Haar rauer, dicker und steht. Lunkaryafell braucht nicht so viel
Pflege. Es ist nicht so viel Bewegung in dem dicken Haarkleid, dadurch verfilzt es nicht so leicht. Man kann es aber durchaus bürsten, die großen Locken drehen sich immer gleich wieder ein. Ein "Herausziehen" der Locken durch Kämmen, wie bei Merinos, Texeln oder Alpakas, ist nicht möglich.
Man kann das dominante Lunkarya-Lockengen prinzipiell in alle glatten Langhaarrassen  einkreuzen (Sheltie, Coronet, Peruaner). Am schönsten zur Geltung kommt die lockige Struktur jedoch bei Peruanern, weil sie eine besonders schöne Schulter- und Kopfbehaarung haben und unendlich langes Fell. Daher haben die meisten Lunkaryas Peruanerwirbel und die Haarwuchsrichtung im Gesicht geht an den Bäckchen von hinten nach vorn, so dass sie alle richtig breite Pausbäckchen bekommen. Häufiges einkreuzen "weicher", glatter Fellstrukturen sollte jedoch vermieden werden, weil dann der typisch harsche, lockige Charakter in den nachfolgenden Generationen verloren geht. Man darf sie keinesfalls mit einem Alpaka, Texel, Merino, Teddy oder Rex verpaaren (dasselbe gilt für Trägertiere!!!), zum einem sehen die Babys am Anfang alle gleich aus und man kann sie nicht von einander unterscheiden, bevor sie nicht etwas älter sind, zum anderen
ist das "Verpanschen" eines so wertvollen und raren Gens unter allen Lunkarya-Züchtern verpönt!!!
Zu diesem Zweck wurde auch die Initiative
Pro Lunkarya
 
ins Leben gerufen, der wir voll ganz zustimmen,
 
Um auf Nummer sicher zu gehen ist es ratsam, nur Lunkaryas untereinander zu verpaaren, um jegliche Störfaktoren ausschließen zu können. Man sollte nicht verzagen, wenn die eigenen
Lunkaryas sich nicht in absoluter Perfektion entwickeln, es ist auch möglich und  vermehrt vorgekommen, daß mittelmäßige Lunkarya-Elterntiere bei reinen Lunkarya-Verpaarungen sehr
 guten Nachwuchs brachten, genetisch oft besser, als die Elterntiere selbst.
Im VDRZ (seit dem 10.04.2005) und bei den MFD ist das Lunkarya in
ALLEN Farben und Scheckungen bereits anerkannt.
GENETIK:
Das Lunkarya-Gen ist nun das vierte uns bekannte Locken-Gen nach dem Rex-Gen (England), US-Teddy-Gen (Amerika) und dem CH-Teddy-Gen (Schweiz). Das Lunkarya-Gen ist gleich mehrmals etwas Besonderes:
Zum einen, weil es erstmalig bei Langhaartieren aufgetreten ist, was bei den drei anderen uns bekannten Lockengenen nicht der Fall war, sie traten erstmalig im kurzen bzw. im halblangen Fell (CH-Teddy) auf. Außerdem ist dieses Gen dominant und damit das erste dominante Lockengen. Das heißt, wenn ich z.B. ein Lunkarya mit einem Peruaner verpaare, kommen gleich in der ersten Generation -> LUNKARYAS!!!
DER STANDARD DES VDRZ:
Körperbau:
Der Körperbau sollte kurz und kompakt sein, mit breiten, ausgedehnten Schultern. Der Kopf soll kurz sein mit einer guten Breite. Der Kopf soll zum Körperbau passen und mindestens ¼ vom Körper betragen. Das Auge soll mittig zwischen Ohr und Nase sitzen, nicht zu nah am Ohr.
Fellqualität:
Das Haarkleid sollte lang, abstehend, harsch und lockig bis wellenförmig sein. Im Schulterbereich darf es etwas kürzer als hinten sein. Junge Lunkaryas sollen lockig sein. Mit zunehmendem Alter wandeln sich die Locken in Wellen während sich die Harschheit und Fellhärte entwickelt. Am Bauch bleiben Lunkaryas gelockt. Die Haare auf den Zehen und Füssen sind gewellt. Ein Lunkarya über 12 Monate kann weiterhin Härte entwickeln. Das Aussehen des Haarkleides richtet sich nach der Felldichte. Das Lunkarya sollte 2 Hüftrosetten haben, platziert in derselben Höhe und nah aneinander (wie Peruaner). Von diesen Rosetten aus sollte das Fell in Richtung Kopf wachsen. Es sollte einen angemessenen Backenbart besitzen, der bedingt durch die Harschheit absteht.
Allgemeine Störungen:
Weich (bei zunehmendem Alter), verklebtes oder stark beanspruchtes Fell, fehlende Dichte oder/und fehlende Locken oder Wellen.
Disqualifikation:
Gerades und/oder anliegendes Haarkleid.
Felldichte:
Das Haarkleid sollte dicht und kräftig sein, um den ganzen Körper herum.
Allgemeine Störungen:
Ungleiches oder dünnes Haarkleid, Ausnahme Jungtiere.
Meist auftretende Störungen:
Ungleiches Haarkleid und fehlende Haarspitzen, gekaut oder ausgefranst. Kleine oder geringe Beschädigungen am Haarkleid. Fehlende Verwirbelung auf dem Kopf. Schwacher Backenbart.
Disqualifikation:
Das Haarkleid ist zu kurz. Sichtbare, andere Rosetten überdecken die Hüftrosetten. Fehlende Hüftrosetten. Großer Haarverlust.
 

 

 

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